Partnerschaft mit Hennickendorf

Hennickendorf, das seit Oktober 2003 ein Ortsteil der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) ist und ungefähr 3300 Einwohner hat, ist seit dem 6. Juni 1992 die Partnergemeinde von Neuburg. Der Ort liegt ca. 16 Kilometer östlich der Stadtgrenze Berlins.
Die Partnerschaft von Neuburg und Hennickendorf entstand aus einem Kontakt zu Beginn der 1990er Jahre zwischen der SPD beider Orte. Da sich im Osten die Verwaltungen noch im Aufbau befanden, bot Neuburg an, dass Mitarbeiter der Hennickendorfer Verwaltung die Abläufe in der VG Hagenbach erlernen könnten. Dieses Angebot wurde gerne angenommen und da die Hennickendorfer nun über einen längeren Zeitraum in Neuburg weilten, entstanden so auch persönliche Kontakte. Bald spielten parteipolitische Hintergründe keine Rolle mehr und die Vereine in beiden Orten begannen mit gegenseitigen Besuchen.
3 Berichte zur Entstehung des Freundschaftsbundes können Sie als PDF-Dateien lesen unter:
Geschichtliches: Hennickendorf wurde erstmals 1367 im Landbuch der Mark Brandenburg erwähnt. Nach der Kirchenreform 1574 gelangte die Ortschaft aus den Händen der bis zu diesem Zeitpunkt machthabenden Mönche in den Besitz des Kurfürstentums. Der Bullenwinkel, ein nahegelegenes Wald- und Wiesengebiet, das auch heute noch für jeden Hennickendorfer ein Begriff ist, war in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ein geschützter Zufluchtsort für Hennickendorfs Bewohner. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das tägliche Geschehen vor allem durch die florierende Ziegelindustrie in Hennickendorf und durch den Kalksteintagebau in Rüdersdorf geprägt. Um das Baumaterial und die Menschen zu befördern, wurde im Jahre 1896 die Eisenbahnverbindung Strausberg-Hennickendorf-Herzfelde eröffnet. Da sich aber viele Arbeiter aufgrund der zeitraubenden Pendelei entschlossen, ihren Wohnsitz an die Ufer der beiden Stienitzseen zu verlegen, wurde diese Eisenbahnstrecke irgendwann stillgelegt. So entstanden innerhalb kurzer Zeit die Wohnsiedlungen Gartenstadt, Rehfelder Weg, Herzfelder Straße und Lindenweg. In den 1960er bis 1980er Jahren ist außerdem das große Wohngebiet (heute WG Albrecht Thaer) entstanden. Nach der Wende wurde auf dem Gelände des ehemaligen, bei den Hennickendorfern beliebten, Pappelhains das neue Wohngebiet Herzfelder Weg und das 13 Hektar große Gewerbegebiet "Pappelhain" gebaut, welches eine optimale Logistik aufgrund der guten Infrastruktur und seiner günstigen Lage zur Bundesstraße 1 (2 km) und zur A 10/Hellersdorf (5,8 km) bietet.
Im Ortskern sind noch einige wenige, historische Gebäude dem Verfall preisgegeben, da die Eigentumsverhältnisse noch nicht geklärt sind. Doch auch hier wurde im Laufe der letzten Jahre einiges getan, um das Ortsbild zu verschönern und zu modernisieren.
Wahrzeichen Hennickendorfs ist der 1938 bis 1940 erbaute und 28 Meter hohe Wachtelturm auf dem Wachtelberg, der auch auf dem Wappen Hennickendorfs zu sehen ist. Ursprünglich wurde er zur Überwachung der Waldbrände erbaut. Der Wachtelturm wurde nach seiner Sanierung 1994 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist seitdem wieder ein beliebtes Ausflugsziel. Von der Aussichtsplattform bietet sich dem Besucher ein Blick über die märkische Landschaft. Ist der Himmel klar, reicht er bis zum Berliner Fernsehturm.










